Eintrag Nr. 1430

„Die Impfmobile [sollten] auf den Pausenhöfen im Dauereinsatz sein“

„ [...] Ganz schließen Sie es aber nicht aus, dass Schulen im Einzelfall noch mal geschlossen werden?

Ganz klar: Schulen dürfen nur im Einzelfall vorübergehend geschlossen werden. Das darf nur passieren, wenn es gar keine andere Lösung mehr gibt. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn es durch eine rasante Infektionsentwicklung in einer Schule praktisch keine Lehrkräfte für den Unterricht mehr gäbe. Solche Szenarien gilt es aber mit aller Kraft zu vermeiden. Daran arbeiten wir, und ich freue mich sehr, dass sich auch der Gesundheitsminister dieser Position angeschlossen hat.

Lehrergewerkschaften beklagen, die Politik spreche zwar immer darüber, dass Schulen nicht wieder geschlossen werden dürften, sie täte aber nichts dafür. Fühlen Sie sich ertappt?

Nein. Der Bund ist bereit zu helfen, wo es geht. Das gilt für Programme für den Erwerb von Luftfiltern genauso wie für den Digitalpakt, mit dem wir den Ländern Milliarden für die notwendige Digitalisierung der Schulen bereitstellen. Aber es sind am Ende die Länder, die das nächste Schuljahr so vorbereiten müssen, dass es möglichst reibungslos verlaufen kann. Das ist ihre Aufgabe. Mit Beginn des Schuljahres sollten allen Schülerinnen und Schülern im Land noch einmal niedrigschwellig Impfangebote gemacht werden. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission für gesunde Kinder von fünf bis elf Jahren ist eindeutig. Deshalb sollten die Impfmobile auf den Pausenhöfen im Dauereinsatz sein – natürlich immer für diejenigen, die eine Impfung oder Beratung auch wünschen. [...] "

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