Eintrag Nr. 1329

„Die Impfpflicht hätte Leben retten können, wäre sie rechtzeitig und schlagkräftig gekommen.“

„ [...] Die Regierung hat das Impfpflichtgesetz zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt abgeschafft. [...]

Und nun eben das endgültige Aus. Offiziell, weil man glaubt, die Impfpflicht würde mehr schaden als nutzen, frei nach dem Motto: "Was man muss, das will man nicht."

Das mag auf den ersten Blick einleuchten. Tatsächlich hat die Impfpflicht die wirklich harten Impfgegnerinnen und -gegner nie überzeugt, sondern nur noch mehr in ihrer Ablehnung bestärkt. Allerdings vergisst man dabei, dass sich diese Menschen auch ohne Pflicht nicht impfen lassen werden – und dass man ihnen nie mit ernsthaften Konsequenzen gedroht hat. [...]

Man hätte das Gesetz bestehen lassen müssen. Und zwar genau aus dem Grund, den die Regierung selbst monatelang vorgebracht hat: weil es besser ist, ein schlafendes Gesetz zu haben, das man bei Bedarf weckt, bevor man Monate verschwendet, um es wieder zu erschaffen. Denn für die Gesellschaft macht es überhaupt keinen Unterschied, ob das Gesetz existiert und nicht angewendet wird – oder ob es tatsächlich außer Kraft gesetzt ist. Diese Feinheiten werden die Menschen in Österreich nicht mehr oder weniger spalten.

Die Impfpflicht hätte Leben retten können, wäre sie rechtzeitig und schlagkräftig gekommen. Doch die Regierung hat sie zu einem stumpfen Instrument verkümmern lassen, das Zeit, Geld und gesellschaftlichen Frieden gekostet hat. Man könnte fast froh sein, dass sie nun zu Grabe getragen wird. Würde nicht die nächste Welle unmittelbar bevorstehen."

Unterstützung

Diese Webseite ist ein Privatprojekt ohne finanzielle Interessen. Dennoch kostet der Betrieb Geld. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, können Sie hier per Paypal spenden. Vielen Dank!